Wusstest du, dass deine Knochen nur ca. 10% deines Körpergewichts ausmachen!? 
Weitere 5% machen das Bindegewebe aus und 40% und mehr verteilen sich auf die Skelettmuskulatur. 
Der Aufbau der Knochen beruht auf der Leichtbauweise, so bieten die Knochen eine maximale Leistungsfähigkeit und Sicherheit mit minimalem Material. Die Bauweise der Knochen passt sich ständig den wechselnden mechanischen Belastungen an.
Dafür sind zwei Zelltypen in den Knochen verantwortlich:
1. Die Osteoblasten bauen an Stellen mit erhöhter Druck- und Zugbelastung Knochensubstanz auf.
2. Die Osteoklasten bauen nichtbenötigte Knochensubstanz ab.

Der Knochenabbau durch Osteoklasten geschieht etwa drei mal schneller als der Knochenaufbau durch die Osteoblasten.

Druck-, Zug- und Scherbelastungen stellen also die Gestaltungsgrößen des Knochen da, wobei die Muskeln als lokale Verursacher fungieren. Bedeutet also, dass die Knochendichte umso höher ausfällt je mehr Muskulatur und Körperkraft der Mensch aufweisen kann.  Eine kräftigere Muskulatur übt einen höheren Zugreiz auf die Sehnenansatzstelle des Knochens und damit auf den gesamten Knochen aus. So stellte eine Studie 1971 fest, dass die am Unterschenkel gemessene Knochendichte umso höher war, je größer die individuelle Leistungsfähigkeit der jeweiligen Sportart ausfiel.
So hatten Gewichtheber und Werfer die höchste und Schwimmer die niedrigste Knochendichte.

Der Oberschenkelhalsbruch gehört mittlerweile zu den häufigsten Brüchen im Alter, da die Knochenstruktur durch Osteoporose besonders im Bereich des Schenkelhalses geschwächt ist.
Ich möchte damit nicht alle Personen auffordern Gewichtheber zu werden, sondern vielmehr aufführen, dass es manchmal sinnvoller wäre Kräftigungsübungen bei Osteoporose auszuführen anstatt ins Schwimmbad zu gehen, was von den meisten Ärzten empfohlen wird (damit die Knochen geschont werden).

Wenn die Ärzte öfter das Fitnessstudio statt den wöchentlichen Schwimmbadbesuch empfehlen würden, bin ich mir sicher, dass dadurch die Zahl an Oberschenkelhalsbrüchen deutlich sinken würde. Nicht nur durch die Zunahme an Knochendichte, sondern auch durch die erhöhte Stabilität und die verbesserte Körperwahrnehmung, die mit Krafttraining einhergeht!

Was regelmäßiges Krafttraining in punkto Knochendichte bewirken kann, zeigen diverse Untersuchungen mit unterschiedlichen Altersgruppen, variierenden Trainingszeiträumen und verschiedenen Trainingsintensitäten.
So konnte mit einem Training von 2-mal pro Woche über 3 bis 18 Monate eine Steigerung der Knochendichte von 1 bis 12% je nach Alter der Teilnehmer, Trainingsintensität und Widerstandshöhe gemessen werden.

Es ist bewiesen, dass der Mensch zwischen 30 und 40 seine „Peak Bone Mass“ also maximale Knochenmasse erreicht hat und von da an einen systematischen Knochenabbau erfährt. Für Frauen nach der Menopause kommt es aufgrund des erheblich sinkenden Östrogenlevels sogar zu einem beschleunigten Abbau. 
Nun kann zum einen in jüngeren Jahren ein Mehr an Knochenmasse durch regelmäßiges Krafttraining aufgebaut werden um die maximale Knochenmasse auf ein höheres Ausgangsniveau zu heben. Zum anderen können Ältere dem Abbau von Knochenmasse durch ein intensives Krafttraining entgegenwirken und sogar das Gegenteil erzielen.
Der Schwund an Skelettmuskelmasse im Alterungsprozess ist mehr auf Mobilitäts- und Belastungsarmut zurück zu führen und weniger auf das Altern selbst.
Differenziertes Krafttraining bietet eine ideale Möglichkeit Reize so fein zu dosieren, dass Menschen mit bereits reduzierter Knochendichte, diese wieder steigern können ohne ,dass die Belastung selbst ein erhöhtes Frakturrisiko bedeuten würde.
Krafttraining ist wohl für OsteoporosepatientInnen und osteoporosegefährdete Menschen der ideale Ansatz mit dauerhaftem Erfolg.

Für eine Zunahme der Knochendichte sind ausreichende Widerstandshöhen und  Trainingsumfänge erforderlich.

Wenn du etwas für deine Knochen tun möchtest, dann melde dich noch heute bei mir für ein kostenloses Beratungsgespräch!
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